Vertreibung der Maasai für Safaritourismus

Von Simone Schlindwein · · 2024/Sep-Okt
Demonstrierende in Nairobi tragen traditionelle Maasai-Tücher und protestieren mit Bannern gegen Landenteignungen in Tansania.
© Monicah Mwangi / REUTERS / picturedesk.com
Tansanias Regierung vertreibt die Maasai aus ihren Gebieten um Platz für Luxuslodges und Großwildjagd zu schaffen. Die Bevölkerung wehrt sich. Panik brach aus, als die Kinder den Löwen sahen, der im Schulhof herumschlich. Rasch wurden Dorfleute gerufen, um das Raubtier zu verjagen. „Ein Mensch wurde schwer verletzt“, berichtet der örtliche Maasai-Chief Shengena Killel. „Er starb qualvoll, denn die nächste Klinik ist eine halbe Tagesreise entfernt.“ Der Vorfall ereignete sich Anfang Juni im Bezirk Loliondo im Norden Tansanias, unweit des Serengeti-Nationalparks, sagt Dorfvorsitzender Killel. Der große, hagere Mann sitzt in Polo-Shirt und roter Shuka, dem traditionellen Maasai-Gewand, im Schatten unter Palmen. Hinter ihm erstreckt sich die endlose Graslandschaft. Diese gewaltige Savanne ist nicht nur die Heimat von Löwen, Giraffen und Elefanten, sondern auch der indigenen Maasaibevölkerung und ihren Rinderherden. Doch das Leben für das Hirtenvolk wird immer schwieriger. „Früher riefen wir bei schweren Unfällen den Flugdienst“, erklärt Killel. Die fliegenden Ärzt:innen ...

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